Schweiz und Englisch

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Die Realität

Die Schweiz ist leider nicht unter den besten Ländern, was die Englischkenntnisse der Kinder betrifft, Skandinavien ist weit voraus. Im Auftrag der wirtschaftspolitischen Forschungsstiftung der Türkei Tepav haben 44 Länder einen Englischtest absolviert. Platz 1 belegt dabei Pisa-­Musterknabe Norwegen, gefolgt von den Niederlanden, Dänemark und Schweden. Die Schweiz schafft es auf Platz 11 und liegt somit hinter Polen, Deutschland und Österreich. An unzureichenden Geldmitteln kann dieses Resultat nicht liegen: keiner gibt weltweit mehr Geld für Englischunterricht aus, als die Schweizer – die Schweiz investiert laut der Studie 95 132 Franken pro Schüler zwischen 6 und 15 Jahren in den Unterricht – über 18 000 Franken mehr als die vier Bestplatzierten und 55 000 Franken mehr als Polen.

English Proficiency Index
1. Norwegen 69,09  |  2. Niederlanden 67,93  |  3. Dänemark 66,58  |  4. Schweden 66,26  |  5. Finnland 61,25  |  6. Österreich 58,58  |  7. Belgien 57,23  |  8. Deutschland 56,64  |  9. Malaysia 55,54  |  10. Polen 54,62  |  11. Schweiz 54,60  |  12. Hongkong 54,44

Schuld an der Misere sind laut Werner Wunderli von der Organisation Schule mit Zukunft unter anderem ungenügende Ausbildungen und Überforderung bei den Englischlehrern in der Primarschule: «Lehrer, die in einem englischsprechenden Land einen dreiwöchigen Crashkurs absolvieren, haben nicht nur einen ausgeprägten Akzent, sondern sind auch im Unterricht am Anschlag.» Wunderli fordert zudem: «Es braucht dringend ein effizienteres Bildungssystem.»